Rechner-Wartung: So machen Sie Ihren PC schneller und stabiler (2024)

Um Ihren PC auf Vordermann zu bringen, sind lediglich ein paar einfache Schritte vonnöten. Keiner davon ist besonders kompliziert, die meisten nur eine Sache von Minuten, aber alle haben einen großen Einfluss darauf, wie gut Ihr Rechner funktioniert. Und das Beste: Wenn Sie alles davon erledigt haben, müssen Sie sich über viele dieser Aufgaben nie wieder einen Kopf machen.

Reinigen Sie Gehäuse, Tastatur und Bildschirm

Die erste Aufgabe ist die grundlegendste: Halten Sie Ihren Rechner sauber! Das ist nicht nur wichtig, weil ein dreckiger Computer unfein aussieht und nicht sehr angenehm zu bedienen ist. Sondern weil ein sauberer Rechner einfach länger hält. Schmutz und Staubansammlungen in und um Ihren PC können den Lüfter und die Lüftungsschlitze verstopfen, was die Bauteile heiß werden lässt und ihre Lebensdauer verkürzt. Wenn Ihr Rechner also inzwischen ein wenig staubig daherkommt, nehmen Sie sich die Zeit, um ihn zu reinigen.

Dafür brauchen Sie nur ein paar wenige Dinge: einen Kreuzschlitzschraubenzieher, einen Pressluftflasche, Küchenpapier und Reinigungsalkohol.

PC-Gehäuse sauber bekommen

Fahren Sie Ihren Computer herunter, trennen Sie ihn vom Stromnetz und stellen ihn auf eine freie Fläche mit Platz nach allen Seiten. Nehmen Sie sich die Rückseite vor und halten Sie Ausschau nach den Schrauben, die die Seitenbleche fixieren. Lösen Sie sie, wobei Sie darauf achten, diese an einer sicheren Stelle abzulegen, und nehmen Sie die Seitenbleche ab. Das geht normalerweise, indem Sie sie nach hinten schieben und dann vom Gerät abnehmen. Wenn Sie den Rechner lange nicht mehr gereinigt haben, sollten Ihnen umgehend Stellen auffallen, wo sich Staub angesammelt hat.

Die größten Wollmäuse entdecken Sie wahrscheinlich auf den Lüftergebläsen im Rechner und an den Lüftungsschlitzen. Eine Menge Staub bekommen Sie schon weg, wenn Sie die Gebläse mit einem Küchentuch abwischen und die Schlitze mit einem leicht feuchten Tuch reinigen. Sobald Sie die Staubansammlungen beseitigt haben, benutzen Sie die Pressluftflasche, um verbliebenen Schmutz aus den Kühlerlamellen herauszublasen, die auf dem Zentralprozessor oder der Grafikkarte sitzen.

Blasen Sie mit der Luft auch Reststaub aus den anderen Lüftern des Systems heraus, aber seien Sie vorsichtig: Ein anhaltender Luftstoß kann den Lüfter überdrehen und dabei beschädigen. Gehen Sie entweder mit kurzen, kontrollierten Luftstößen zu Werk oder halten Sie die Lamellen mit Ihren Fingern fest, damit sie sich nicht drehen. Anschließend entfernen Sie weitere Verunreinigungen, die Sie unter dem Gehäuse entdecken.

  1. 1983: Debut des Compaq Portable
    Nur ein Jahr zuvor gegründet, wagt Compaq den ersten Schritt auf den Markt mit einem neuen PC - das erste, tragbare IBM-kompatible System und damit ein Vorläufer des modernen Mobile Computings. Compaq wurde daraufhin zu einer der größten Firmen in der PC-Industrie - wurde zwei Jahrzehnte später allerdings von HP aufgekauft.
  2. 1984: Gründung von PCs Limited
    Ein College-Student namens Michael Dell gründet eine kleine Firma in seinem Zimmer im Studentenwohnheim: Dell. Er baut individuell zusammenstellbare PCs. Sein Unterfangen entwickelt ich zu einer der größten Firmen in der Branche und weitet sich auch auf Drucker, Server und Netzwerkgeräte aus.
  3. 1985: Windows 1.0 wird veröffentlicht
    Erstmals munkelte man schon zwei Jahre zuvor über das mögliche Release einer Software namens Windows. Auch bis ins kommende Jahr hinein schenkt kaum jemand dem Programm Beachtung - niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass dieser eher plumpe, grafische Dateimanager sich einmal zu dem größten und weitesten verbreiteten Betriebssystem der Welt entwickeln würde.
  4. 1986: Intel bringt den 386er
    Der erste 32-bit-Prozessor, der 386er, kann auf scheinbar endlosen Speicher zugreifen - nun, zumindest für die damaligen Verhältnisse fühlte es sich ziemlich endlos an. Der 386er ist das Zugpferd für eine neue Generation von Software, darunter auch überarbeitete Versionen von Windows.
  5. 1987: Startschuss für VGA
    Video Graphics Array (VGA) kommt zusammen mit IBMs PS/2-Anschluss auf den Markt. VGA überlebt, wird ein neuer Standard und der kleinste gemeinsame Nenner von Windows, Grafikkarte und Monitor. Auch heute noch besitzen die meisten Monitore einen VGA-Anschluss.
  6. 1988: EISA taucht auf
    Kreiert als Antwort auf IBMs hauseigenes Micro-Channel-Interface, dient EISA in erster Linie dazu, ältere ISA (PC-AT)-Erweiterungskarten zu unterstützen. EISA beschert PC-Bauern einigen Erfolg, bis es von moderneren Standards (wie VESA, PCI und AGP) abgelöst wird.
  7. 1989: HTML wird erfunden
    Tim Berners-Lee entwickelt die Programmiersprache HyperText Markup Language - kurz HTML. Ein Jahr später benutzt er HTML um den Kern dessen zu bilden, das später das World Wide Web wird.
  8. 1990: Windows 3.0 kommt auf den Markt
    Windows 3.0 hat sich vom einfachen, grafischen Dateimanager zu der verbreitetsten Art und Weise entwickelt, wie Menschen mit ihrem PC interagieren. Windows 3.0 verfügt über umwerfende 16 MB Speicher. Scharenweise Software-Verkäufer haben das neue Betriebssystem in ihren Händlerregalen stehen.
  9. 1991: Geburt des PCI-Anschlusses
    Der Peripheral Component Interconnect (kurz PCI), entwickelt von Intel, erleichtert PC-Herstellern und -Nutzern das Leben beachtlich. PCI (der Vorläufer von PCI Express) erlaubt die automatische Konfiguration von Interfacekarten, verbessert die Geschwindigkeit und erweitert die generelle Kompatibilität.
  10. 1993: Veröffentlichung des Mosaic-Webbrowsers
    Entwickelt am National Center for Supercomputing Applications, ist der Mosaic Webbrowser zwar nicht der erste grafische Browser, wird aber schnell zum beliebtesten. Das macht Mosaic zum Vorreiter aller modernen Webbrowser. Mosaics Leitender Programmierer, Marc Andreessen, gründet später Netscape.
  11. 1994: Start von Windows 95
    Windows 95 hat sich mittlerweile vom chancenlosen DOS-Konkurrenten zu einem vollständigen Betriebssystem gewandelt. Mit der Veröffentlichung von Windows 95 wird MS-DOS offiziell für tot erklärt. Dank cleverer Programmierung, beherrscht Windows 95 sowohl 32- als auch 16-bit-Anwendungen. Eine der größten Innovationen - die Nutzer am Anfang eher noch verwirrt - ist das Startmenü.
  12. 1995: Die ersten bedeutenden 3D-Chips
    Die ersten 3D-Beschleuniger, die auch wirklich für PC-Gaming genutzt werden konnten - Rendition Vérité 1000 und 3dfx Voodoo - markieren eine neue Ära von Grafikkarten. Ihre Entwicklung bedrängt die bis dato weit verbreiteten VGA- und "Windows Accelerator"-Karten
  13. 1996: USB taucht auf
    Im Gegensatz zu Serial- und Parallel-Ports, die gerne mal wählerisch sind, bedeutet USB den Schritt hin zu selbstkonfigurierenden Geräten und macht das Anschließen von Tastaturen, Mäusen und Kameras an den PC zu einem echten Kinderspiel. Zudem entsteht ein komplett neuer Markt für USB-Flash-Speicher.
  14. 1997: DVD-Player und -Disks im Handel
    DVD-Laufwerke werden Bestandteil vieler PCs, lösen so die ausgedienten CD-Laufwerke ab und werden nahezu überall auf der Welt zum neuen Standard für optische Laufwerke - ein Schritt, den spätere Blu-ray-Laufwerke nicht schaffen.
  15. 1998: DMCA wird verabschiedet
    In den USA wird der Digital Millennium Copyright Act verabschiedet - ein umstrittenes Gesetz, das unter anderem die Rechte von Copyright-Inhabern stärkt. Es kriminalisiert die Produktion und Verbreitung von Technologien, Geräten und Diensten, die den Kopierschutz eines Produktes knacken - auch, wenn dabei das Copyright selbst gar nicht verletzt wird. In der Europäischen Union wurde im Jahr 2001 mit der Richtlinie 2001/29/EG ein ähnliches Gesetz verabschiedet.
  16. 1999: Ratifizierung der 802.11a/b-Standards
    Der erste 802.11-Standard für kabellose Netzwerke wird eingeführt - parallel dazu wird die Wi-Fi-Alliance gegründet, um Produkte auf Basis dieses Standards zu zertifizieren und bewerben. Wi-Fi entwickelt sich später zu einer der Netzwerk-Technologien mit der größten Verbreitung und Akzeptanz und ist sowohl bei Firmen, als auch bei Privatnutzern ausgesprochen beliebt.
  17. 2000: Electronic Arts veröffentlicht "Die Sims"
    Erdacht von Will Wright wird im PC-Spiel "Die Sims" der Alltag virtueller Personen simuliert. Auch, wenn das Gameplay eher steril und ein wenig einschläfernd ist, besteigt "Die Sims" schnell den Thron des meistverkauften Computerspiels aller Zeiten und verschlingt Unmengen an Spielzeit, während die Spieler versuchen, den Alltag ihrer virtuellen Menschen kontinuierlich zu verbessern.
  18. 2001: Windows XP kommt
    Windows XP vereint Windows 2000 und ME in einem 32-bit-Betriebssystem und wird so zu dem erfolgreichsten OS in der Geschichte von Microsoft.
  19. 2002: Debut der Tablet-PCs
    Auch, wenn schon vorher Tablets existiert haben, erlangen sie erst 2002 mit Microsofts Windows XP Tablet PC Edition größere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Zwar schaffen sie es noch nicht, sich auf dem Markt zu etablieren, ganz im Gegenteil sind sie ein ziemlicher Flop. Sie legen aber den Grundstein für die aktuellen Windows-8-Tablets.
  20. 2003: AMD bringt die erste 64-bit-x86-CPU
    AMD kommt Intel zuvor und bringt als erster Konzern die Athlon-64-CPU auf den Markt, die sowohl 64-bit-Register, als auch 64-bit-Speicher in ihrer Architektur bietet. Microsoft startet daraufhin die Entwicklung einer Windows-Version mit 64-bit-Unterstützung - Intel bringt sein eigenes x86-64-Produkt erst zwei Jahre später auf den Markt.
  21. 2004: Verkaufsstart des Intel Pentium M
    Entwickelt von Intels Design-Team in Israel, ist die Pentium-M-CPU eine stark modifizierte Version des Pentium 3 mit Fokus auf Leistungseffizienz statt hoher Taktung - und damit ein starker Gegensatz zu Intels Pentium 4. Der M-Prozessor wird zum Vorläufer der Core-Reihe des Herstellers.
  22. 2006: Intel bringt Core 2 Duo auf den Markt
    Der Chip-Hersteller Intel trägt seine Pentium-4-Architektur mit der neuen Core 2 Duo CPU endgültig zu Grabe. Obwohl der neue Prozessor sogar niedriger getaktet ist als sein Vorgänger, schafft es Core 2 Duo dank effizienterem Befehlsvorrat, seinem Konkurrenten AMD die Leistungskrone wieder zu entreißen. Core 2 Duo braucht deutlich weniger Energie und produziert weniger Abwärme als AMD-Prozessoren.
  23. 2007: Premiere des Apple iPhone
    Apples iPhone erfindet Smartphones, entwickelt eine unglaubliche Beliebtheit und zwingt Konkurrent Google dazu, selbst Fuß im Bereich mobile Betriebssysteme zu fassen. Auch Microsoft erkennt das Potenzial und bringt später Touch-Funktionen und vereinfachte Nutzersteuerung in seine PC- und mobilen Betriebssysteme ein.
  24. 2008: Laptops verkaufen sich besser als Desktops
    Mobilität wird in diesem Jahr zum primären Fokus für Computerhersteller - insbesondere, weil die starke Verbreitung von Wi-Fi und die sinkenden Preise immer mehr Menschen dazu bringen, sich einen Laptop zuzulegen. In manchen Haushalten ist der Laptop nun der einzige vorhandene PC.
  25. 2010: Apple bringt das iPad
    Im Gegensatz zu Microsofts vergeblichen Mühen, interessante Versionen seiner Tablet-PCs an den Mann zu bringen, schafft es Apple, den Markt quasi über Nacht zu dominieren. Der Schlüssel zum Erfolg: Das iPad ist kein PC, der sich wie ein Tablet verhält, sondern ein Tablet durch und durch. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, zwischen zahlreichen Apps für wenig bis gar kein Geld zu wählen - und das Apps-Ökosystem vergrößert sich nach wie vor.
  26. 2011: Intel entwickelt Ultrabooks
    Angestachelt durch das Versagen der PC-Hersteller, Apples MacBook Air erfolgreich zu kopieren, erdenkt Intel grobe Richtlinien für ultraportable PCs: Die Ultrabook-Standards. Mit einer starken Finanzspritze hilft der Konzern Firmen dabei, die neuen Laptops zu entwerfen und zu bauen. Die Verkäufe von Ultrabooks stellen sich bislang zwar als zweischneidiges Schwert heraus, vom Markt verschwinden werden die ultraflachen und ultraleichten Laptops aber vorerst nicht.
  27. 2013: Blutbad im weltweiten PC-Markt
    Der PC-Markt hat zum Jahresbeginn den schlimmsten Einbruch seit Beginn der Aufzeichungen von IDC erlebt - schuld daran sei auch das neue Microsoft -Betriebssystem Windows 8.

Tastatur reinigen

Als Nächstes ist die Tastatur an der Reihe. Beginnen Sie damit, so viele Krümel wie möglich herauszubekommen. Drehen Sie die Tastatur dazu einfach auf den Kopf und schütteln sie ein- oder zweimal. Führen Sie diesen Schritt am besten über dem Waschbecken oder über einem Mülleimer aus. Benutzen Sie die Druckluft, um Krümel zu lösen, die noch unter den Tasten klemmen, und wiederholen Sie dann die Prozedur. Sollten Sie eine mechanische Tastatur haben, können Sie auch einzelne Tasten herausdrücken, um besonders hartnäckige Rückstände zu entfernen.

Wenn einzelne Tasten eine Schmierschicht bekommen haben, feuchten Sie ein Küchentuch mit etwas Reinigungsalkohol an und reiben die Oberflächen der Tasten sauber. Und wenn Sie schon dabei sind, benutzen Sie den Reiniger, um Ihrer Maus eine gründliche Abreibung zu verpassen. Achten Sie besonders auf die Stellen, wo Ihre Finger normalerweise aufliegen, da dies im Regelfall die fettigsten und dunkelsten sein werden. Drehen Sie die Maus um und vergewissern Sie sich, dass die Gleitflächen (mit denen die Maus Kontakt zum Tisch oder Mousepad hat) nicht schmutzig sind und sich auch kein Staub im optischen Sensor angesammelt hat.

Wischen Sie schlussendlich den Monitor ab. Auch wenn das Küchenpapier für die Reinigung der meisten anderen Oberflächen an Ihrem Rechner sehr hilfreich ist, würden wir es hierfür nicht empfehlen, da es den Bildschirm zerkratzen kann. Nehmen Sie stattdessen ein Mikrofasertuch von der Sorte, wie sie auch den meisten Brillen, Sonnenbrillen und Computerbildschirmen beiliegen. Solche Tücher finden Sie auch in der Putzmittelabteilung im Supermarkt. Wischen Sie einmal leicht über den Schirm und stellen Sie fest, ob noch Schmutz zurückgeblieben ist. Wenn ja, befeuchten Sie das Tuch mit Wasser oder je zur Hälfte mit Wasser und Essig und wischen Sie dann erneut.

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